Winterimpressionen – 23.01.2020

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Silvesterklausen

Das berühmteste Brauchtumsereignis des Appenzellerlandes ist das Silversterklausen. Dabei geht es nicht nur um die Chlausezäuerli, die wunderschönen Naturjodel ohne Worte, sondern auch um den Klang der geschmiedeten und vermessingten Schellen und der runden, geschlitzten Rollen, die man von den Jasskarten her kennt. Die alte Fasnacht geht auf die Kalenderreform im Jahre 1482 zurück, als auf den 4.10.1582 der 15.10.1582 folgte.

Die Kläuse treten in Gruppen auf, „Schuppel“ nennt sie der Einheimische. Die einen tragen eine oder zwei Schellen und stellen „Mannevölcher“ dar. Man nennt sie noch häufiger nach ihrem Instrument „Schelli“ oder Schellenklaus. Die anderen sind die „Rollewiiber“, mit einem Rollenträger um den Oberkörper. Obwohl die Rollenweiber eindeutig weibliche Kleidung tragen, versteckt sich unter der Maske ein Bursche. Das Klausen ist immer noch ein asugesprochener Männerbrauch.

Auszug aus dem Buch „Urnäsch, Landschaft, Brauchtum, Geschichte“ aus dem Beitrag von Hans Hürlemann erschienen im Appenzeller Verlag.

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